

Im Rahmen unserer Dienstleistungen, können wir Ihnen unsere Risikoanalyse (Marktrisikomodell), das entsprechende Risikoreporting, geforderte Risikokennzahlen, Anlagegrenzenkontrollen und Marktgerechtigkeitsprüfungen anbieten.
Im Folgenden finden Sie einige weitere Details zu den einzelnen Dienstleistungskomponenten.
Risikoanalyse
Für die Risikoanalyse wird das System RiskWatch der Firma Algorithmics, ein international weit verbreitetes und anerkanntes System zur Marktrisikomessung, eingesetzt. Das System ist in eine eigenentwickelte, umfangreiche Infrastruktur unserer Muttergesellschaft BHF-BANK eingebettet.
Das Marktrisikomodell berechnet das ex-ante-Risiko (Value-at-Risk) auf Grundlage eines Varianz-Kovarianz Modells, erweitert um Komponenten für Stress-Tests, Monte Carlo Value-at-Risk, Clean Backtesting, Optionsrisiken sowie spezifische Aktien- und Zinsrisiken.
Neben der Messung des ex-ante-Risikos wird standardmäßig auch der ex-post Value-at-Risk gemessen. Grundlage für diese Kennzahl ist der zeitliche Verlauf des Rücknahmepreises. Konfidenzniveau, Zeithorizont und Beobachtungszeitraum stellen hierbei inviduell wählbare Parameter dar.
Das Marktrisikomodell wurde von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ("BaFin") nach Grundsatz 1 KWG zur Berechnung der Eigenkapitalanforderungen anerkannt. Auf Grund des Abdeckungsgrades des Modells und der gezeigten Prognosegüte legt die BaFin für dieses Modell den bestmöglichen Kapitalanrechnungsfaktor zu Grunde.
Weiterhin wurden externe Wirtschaftsprüfer beauftragt, die Funktionsfähigkeit der eingerichteten internen Kontrollen, die im Rahmen der Marktrisikomessung für Mandanten zur Anwendung gelangen, in einem jährlichen Rhythmus zu prüfen.
Mit diesem Risikomodell werden vollständig die Anforderungen des Qualifizierten Ansatzes der Derivateverordnung (§§ 8 - 14 Derivateverordnung) erfüllt.
Risikoreporting und Risikokennziffern
Die ex-ante-Bearbeitung der Risikoanalyse beinhaltet Reporting und Historisierung der Ergebnisse, Analysetools, Ursachenanalyse durch Disaggregation nach Risikofaktoren bzw. Positionshierarchien.
Die Schwerpunkte der Marktrisikoberechnung liegen auf
Über das Standard-Reporting hinaus sind Berichtsinhalte äußerst flexibel konfigurierbar und können individuell bestimmt werden. Optional können weitere Kennzahlen, wie zum Beispiel Volatilitäten und Korrelationen, zur Analyse der Ergebnisse zur Verfügung gestellt werden.
Auf die für diese Analysen notwendige Datenqualität wie auch auf die Aktualität der Marktpreise wird größter Wert gelegt und über eine Vielzahl von Qualitätssicherungsprozessen abgedeckt.
Risikodarstellung
Abhängig von Kundenbedürfnissen und -anforderung sind Risiken unterschiedlich darstellbar.
Folgende Darstellungsmöglichkeiten können wir Ihnen im Rahmen unseres Services bieten:
Die entsprechenden Anforderungen sind individuell und kundenspezifisch aufsetzbar.
Anlagegrenzenkontrollen
Die Kontrolle der gesetzlichen Anlagevorschriften und -grenzen wird automatisiert über unser Fondsbuchhaltungssystem abgewickelt.
Weitergehende individuelle Anlagevorschriften und -grenzen können in einem internen System abgebildet und in den Gesamtprozess "Prüfung Anlagegrenzen" integriert werden. Klar definierte individuelle Limite werden automatisiert und umfassend in einer eigens hierfür entwickelten Datenbank-Anwendung geprüft. Die Eingabedaten (Positionen und Wertpapierstammdaten sowie die Prüfregeln und die Fondsprofile) wie auch die Ausgabedaten (Prüfergebnisse, Grenzverletzungen, Protokollierung) werden in einem Datawarehouse gespeichert und sind über eine separate Schnittstelle an das Buchhaltungssystem angebunden. Das Datawarehouse unterliegt unseren gleichen strengen Anforderungen an die Datensicherheit wie alle anderen internen Systeme.
Um eine umfassende und lückenlose Limitüberwachung zu gewährleisten, werden die Buchhaltungsdaten um aktuelle Stammdaten und Kennzahlen aus Drittsystemen fortlaufend ergänzt.
Je Fonds und je Sub-Fonds wird ein Fondsprofil mit dem Limitsystem des jeweiligen (Sub-) Fonds erstellt. Änderungen der Limite, beispielsweise aufgrund geänderter Anlagerichtlinien des Fonds, werden nach strengen internen Vorschriften in das Fondsprofil eingepflegt und mit sofortiger Wirkung in der Limitprüfung berücksichtigt.
Marktgerechtigkeitsprüfungen
Im Rahmen der Marktgerechtigkeitsprüfungen wird standardmäßig eine Preisspannenkontrolle der Höchst- und Tiefstkurse durchgeführt. Die hierfür benötigten Kurse werden von externen Kursprovidern bezogen. Bei nicht oder unregelmäßig notierten Titeln werden Kurse vergleichbarer Produkte bzw. historische Kurse im Verhältnis zur Marktentwicklung herangezogen. Bei allen Bewertungskursen wird die prozentuale Abweichung des Tageskurses im Vergleich zum Vortag ermittelt.
Darüber hinaus erfolgt eine Überprüfung des Fondspreises in Relation zum Vortagespreis unter Berücksichtigung der Gesamtmarktentwicklung .